Jubiläum des Internationalen Lyceum Clubs von Paris
Der Lyceum Club von Paris wurde drei Jahre nach dem Londoner Club gegründet und war damit der dritte historische Lyceum Club (nach dem Berliner Club). Die Idee, einen Club in Paris zu eröffnen – 1903 in der Zeitung Le Gaulois veröffentlicht – stieß zunächst auf Skepsis. Die meisten der Pionierinnen, die auf die Ankündigung reagierten, waren von der Notwendigkeit einer solchen Initiative nicht überzeugt. Einem Herrn gelang es jedoch, sie umzustimmen, indem er die Vorteile einer Zusammenarbeit in Einheit und Solidarität aufzeigte. Dieser Herr war Mr. Smedley, Constances Vater.
Die erste Präsidentin des Clubs war die Herzogin von Uzès, die ihn bis zu ihrem Tod im Jahr 1933 leitete. Als Pionierin, Bildhauerin und engagierte Feministin war sie außerordentlich wohlhabend, verfügte über hervorragende Beziehungen und lebte ihre Leidenschaften in vollen Zügen aus. Unter ihrer Führung blühte der Lyceum Club auf und erlangte rasch Ansehen, das weit über Paris hinausreichte. Heute zählt der Club mehr als 170 Mitglieder und ist damit der größte Lyceum Club in Frankreich.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahr 1945, gründete Madame Le Bec gemeinsam mit anderen Frauen, die der französischen Résistance angehört hatten, den Club Féminin de Paris. Dieser Club fusionierte später mit dem Lyceum Club zum Club Féminin de Paris–Lyceum. Madame Le Bec leitete den Club bis 1970 und initiierte die Gründung weiterer Lyceum Clubs in Orléans, Bordeaux und Fontainebleau.
Der Lyceum Club von Paris spielte auch eine Schlüsselrolle bei der Gründung von Clubs im Ausland, insbesondere 1992 in Moskau, 2000 in Philadelphia und 2007 in Brüssel. Nicht alle diese Clubs haben die Umwälzungen der letzten Zeit überstanden. Um jedoch die Beziehungen zu stärken und die internationale Präsenz des Lyceums zu festigen, wurden Partnerschaftsabkommen geschlossen. Heute ist Paris mit Basel, Brüssel und London partnerschaftlich verbunden.

