Vor 100 Jahren in Madrid
In diesem Jahr veranstaltet das spanische Kulturministerium eine Reihe von Vorträgen und Ausstellungen zu Ehren der Frauen, die 1926 den Lyceum Club Femenino gründeten. Inspiriert vom Londoner Lyceum Club schufen María de Maeztu und andere führende Frauen aus der kulturellen und intellektuellen Elite Spaniens einen Ort, der der Förderung der Frauenrechte gewidmet war. Als Schriftstellerinnen, Künstlerinnen, Juristinnen und Denkerinnen stellten sie die Konventionen des tief katholischen Spaniens in Frage und trugen dazu bei, dessen kulturelles und politisches Leben neu zu gestalten.
Zu den Mitgliedern zählten Dichterinnen der Generation von ’27, darunter Ernestina de Champourcín und Concha Méndez, sowie einflussreiche Juristinnen wie Victoria Kent und Clara Campoamor. Kent, eine der ersten Frauen, die ins Parlament gewählt wurden, lehnte das Frauenwahlrecht ab – eine Haltung, die von Campoamor, die später Spanien im Völkerbund vertrat, vehement angefochten wurde. Spanische Frauen erhielten 1931 das Wahlrecht.
Das Lyceum wurde nach Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs aufgelöst, und viele seiner Mitglieder mussten ins Exil gehen.
Um mehr über das Programm zu erfahren, klicken Sie bitte hier. Wenn Sie in Madrid sind und zufällig an einer dieser Veranstaltungen teilnehmen, würden wir uns sehr freuen, davon zu hören.

